13. Dezember 2018 | Redaktionsteam | merkur-start up

Entwicklung einer Führungspersönlichkeit mit Nina Reidel

 

 

Manche werden als Führungspersönlichkeit und Teamleader geboren, andere müssen sich das erst erarbeiten. Doch wie wird man eine gute Führungspersönlichkeit? Lässt sich das wirklich erlernen und welche Qualifikationen sind von Vorteil? Definierte Hierarchien im Management und geschulte Führungsqualitäten spielen eine immer größere Rolle. Wir haben Nina Reidel, merkur start-up Beraterin seit 2014 am Standort Heidelberg/Handschuhsheim für Jobcoaching, Führungskräftecoaching und Karrierecoaching sowie Diplom-Pädagogin einmal zu dem Thema befragt. Im Rahmen ihrer Arbeit als Trainerin, Coach und auch Yogalehrerin (mehr zum Angebot unter www.werdewechsel.com) unterstützt sie in Einzelcoachings bei der Definition der eigenen Ziele und dabei, diese dann auch zu erreichen. Darüber hinaus gibt sie ihr Wissen in Inhouse-Seminaren für Unternehmen und teils auch Hochschulen zu den Themen Stressbewältigung und Entwicklung von Resilienz (psychischer Widerstandskraft), Achtsamkeit, Zeitmanagement und Kommunikation sowie zur Rolle als Führungsperson preis. Mehr zu diesem Thema verrät Sie im Interview:

Nina, erzählen Sie uns doch einmal mehr zum Thema Führungskompetenz. Was bedeutet das eigentlich?

Führungskompetenz dreht sich rund um das Thema Ziele. Die Ziele des Unternehmens zu kennen bzw. festzulegen und dann das Verhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen so zu lenken, dass die Ziele umgesetzt werden.

Welche Skills und Fähigkeiten muss ich als Führungsperson mitbringen bzw. welche kann ich gemeinsam im Coaching noch ausbauen? Und wie genau lässt sich das umsetzen?

Um sich als Führungsperson gut zu entwickeln, ist eine große Portion Offenheit und die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, hilfreich. Was darüber hinaus noch wichtig ist, ist eine hohe Frustrationstoleranz bzw. Resilienz (psychische Widerstandskraft), damit die Führungsperson mit Veränderungen im Unternehmen professionell umgehen kann und auch im Hinblick auf das Thema Stressbewältigung Vorbild für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist. Im Coaching lassen sich diese und weitere Kompetenzen ausbauen, z.B. die Entwicklung eines eigenen, individuellen und authentischen Führungsstils, das Erlernen von Analysetools, um die eigene Arbeitsweise und die Arbeitsweise des Teams und der einzelnen Teammitglieder zu analysieren. Um ein paar Beispiele zu nennen: Teamrollen, Teamentwicklungsmodelle, Persönlichkeitstests etc…. Aber auch Kommunikationsskills lassen sich im Coaching trainieren, wie zum Beispiel das Aktive Zuhören, Argumentationsmethoden, Verhandlungs- und Fragetechniken und die Feedback-Methode usw. Da gibt es viele Methoden, die man für sich nutzen kann. Am effektivsten sind die Rollenspiele, die das Gelernte dann in der Praxis verankern.

Es gibt ja unterschiedliche Führungsstile sowie Methoden, um Mitarbeiter bspw. zu motivieren und zu mehr Leistung anzuregen: Gibt es denn DEN richtigen Führungsstil? Und wie individuell ist das? Wie führe ich wann?

Genau genommen kann ich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht motivieren. Allerdings kann ich die Rahmenbedingungen so verändern, damit sie sich selbst motivieren. Den richtigen Stil gibt es hierbei nicht. Es ist wichtig, den Führungsstil individuell auf die Person und die jeweilige Situation anzupassen. In einer Notsituation führe ich anders als in einer Routinesituation. Konkret heißt das, wenn es im Gebäude brennt, agiere ich autoritär, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einen Trauerfall in der Familie hat, agiere ich laissez-faire. Hierbei geht es um Fingerspitzengefühl und meine Anpassungsfähigkeit, je nach Situation und Problemstellung.

Wie finde ich meinen ganz eigenen Führungsstil und wie bleibe ich dabei auch authentisch?

Um meinen persönlichen Stil zu finden, muss ich mich selbst erst mal gut kennenlernen. Der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun sagt hierzu: „Willst du ein guter Leiter sein, dann schau auch in dich selbst hinein.“ Also die eigenen blinden Flecken kennen und verschiedene Techniken ausprobieren, auch mal Fehler machen und dann die Techniken finden, die am besten zu mir passen. Neben den Techniken ist die Haltung enorm wichtig. Bin ich mir z.B. meiner Werte bewusst? Was halte ich von mir und von anderen Menschen? Mit welcher Einstellung und mit welchen Glaubenssätzen gehe ich durch das Leben? Bei der Anwendung von Techniken ist es sinnvoll, immer erst das Ziel zu definieren und dann die Methoden bzw. Techniken anwenden, die zur Erreichung des Ziels führen.

Klare Kommunikation und wertschätzendes Feedback: Kann man so etwas lernen?

Auf jeden Fall!

Ein Führungskräfte-Coaching bei Dir: Wie läuft das ganze ab?

Zunächst einmal versuche ich den individuellen Bedarf meiner Klienten zu ermitteln. Worum geht es genau? Im Anschluss wird ein erstes Ziel definiert und wir überlegen gemeinsam, welche Wege zum Ziel führen und mit welchen Themen wir im Coaching beginnen wollen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn mir der Klient oder die Klientin ein wenig aus seinem bisherigen Werdegang erzählt, damit ich ihn oder sie besser kennenlernen kann. Grundsätzlich findet jedes Coaching in einem vertraulichen Rahmen statt.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

 

Wenn Sie nun Interesse an einer einer Beratung für Führungskräfte bekommen haben, können Sie sich bei der Merkur start-up einen Termin für das kostenfreie Erstgespräch holen. Schreiben Sie dafür einfach eine Mail oder rufen Sie unter 0800.0007827 an!

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