Krisen- und Sanierungsberatungen

Wo Menschen arbeiten, passieren – zwangsläufig – auch Fehler. Im wirtschaftlichen Bereich können einzelne oder auch kumulierte Fehler allerdings in manchen Fällen so weit reichende Konsequenzen haben, dass der Bestand des Unternehmens plötzlich gefährdet ist. Nur durch rasches, umsichtig geplantes und zielgerichtetes Handeln besteht in einer solchen Situation dann für Selbständige und Unternehmer noch eine Möglichkeit, das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern, und – wie in einigen Fällen – durch die durchgeführten Restrukturierungsmassnahmen und die umgesetzten Veränderungen sogar möglicherweise gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Wirksames Krisenmanagement als unabdingbare Voraussetzung.

Krisen können durchaus unterschiedlicher Natur sein

Liquiditätskrisen eines Unternehmens bedürfen in der Regel keiner weiteren Erklärung – Ursachen sind hierfür neben unerwarteten Zahlungsausfällen größerer Kunden oder unerwarteten Kürzungen der Kredite in der Regel vor allem eine mangelhafte oder nicht ausreichend weitreichende Finanzplanung des Unternehmens.
Rentabilitätskrisen sind dagegen hauptsächlich von der Unfähigkeit des Unternehmens geprägt, mit den bestehenden Methoden oder im eigenen Kerngeschäft noch Gewinne zu erwirtschaften – das kann durch die schnell wechselnden Marktsituationen heute auch relativ plötzlich der Fall sein. Von einer Strategiekrise spricht man indes, wenn die grundsätzlichen wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren für ein Unternehmen nicht mehr bestehen, die Abgrenzung zu Rentabilitätskrisen ist hier aber in der Regel fließend. In vielen Fällen können sich Strategiekrisen auch bei erfolglosem oder nicht durchgeführtem Krisenmanagement bis hin zur akuten Liquiditätskrise weiterentwickeln – damit besteht dann ein sehr hohes Risiko für die Zahlungsunfähigkeit und den Konkurs des Unternehmens – dem Schreckgespenst für Selbständige.

Krisen kündigen sich immer an

Krisenmanagement muss, um wirksam zu sein, in jedem Fall rechtzeitig einsetzen. Auch Strategiekrisen können nicht einfach ignoriert oder bagatellisiert werden, bei akuten Liquiditätskrisen schafft man das im Allgemeinen dann ohnehin nur noch sehr schwer. Einer der verbreitetsten Fehler, der oft zu einer massiven Zuspitzung einer anfangs möglicherweise bewältigbaren Lage führt, ist die falsche Hoffnung, dass die die Krise verursachenden Faktoren vorübergehen und die Situation sich bessern wird. Damit wird frühzeitiges, erfolgversprechendes Krisenmanagement vereitelt und das Unternehmen bereits in eine gefährliche Lage gebracht.
Für Selbständige und Unternehmensleitungen gibt es allerdings oft schon sehr frühzeitig deutliche Warnsignale, die auf das Hereinbrechen einer Krise hindeuten können: am deutlichsten machen sich im Absatzbereich natürlich sinkende Absätze, sinkende Marktanteile oder sinkende Auftragsgrößen bemerkbar, aber auch steigende Reklamationszahlen oder häufigere Preisverhandlungen von Verkäufern oder Kunden können hier ein Signal sein. Wenn gute Mitarbeiter innerhalb kürzerer Zeiträume das Unternehmen verlassen, sollte das ebenfalls kritisch hinterfragt werden. Aber auch das veränderte Verhalten von Banken oder Lieferanten dem Unternehmen gegenüber, ebenso wie zunehmende Qualitätsmängel in der Produktion sollten für Selbständige eine ernsthafte Ursachenforschung in Richtung einer möglichen Krise nach sich ziehen.

Vorbeugung von Unternehmenskrisen

Neben einer möglichst detaillierten und vor allem sehr konservativ angelegten Finanzplanung, die immer auf dem aktuellen Stand gehalten wird, spielen für die Vorbeugung auch die regelmäßigen Prüfungen wichtiger Unternehmenskennzahlen für Selbständige eine tragende Rolle bei der Vorbeugung von Krisensituationen. In schwierigen Lagen müssen darüber hinaus oft noch weitere, aussagekräftige Kennzahlen gefunden und laufend bewertet werden, um ein klares und umfassendes Bild über den Unternehmenserfolg auf unterschiedlichen Ebenen zu erhalten. Professionelles Risikomanagement sollte dabei in allen Unternehmen betrieben werden, und für Selbständige eine Selbstverständlichkeit sein. Wichtig ist dabei, auch nur wenig wahrscheinliche Situationen konsequent in die „Worst Case“ Szenarios mit einzubauen. So ist für jede drohende oder tatsächliche Krise bereits der Ansatz eines Handlungsplanes von vornherein vorhanden.

Krisenmanagement und Sanierung

Krisenmanagement für Unternehmen und Selbständige muss möglichst frühzeitig beginnen, es muss eine komplette Aufdeckung aller hinter der Krise liegenden Ursachen stattfinden, und ein wirksames und zielführendes Sanierungskonzept entwickelt und möglichst rasch, aber nicht hastig umgesetzt werden.
Der wichtigste Punkt dabei ist, dass Krisenmanagement niemals von innen heraus erfolgreich sein kann – professionelle Hilfe und die Überwachung und Steuerung beim Krisenmanagement von außen sind hier absolut unabdingbar.

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