Am Anfang steht für viele Gründende die Geschäftsidee, die für Begeisterung und jede Menge Motivation sorgt. Nach der ersten Aufregung und Euphorie geht die Arbeit allerdings erst richtig los. Eine Geschäftsidee alleine macht noch kein gelungenes Geschäftskonzept und auch keinen Selbstläufer für die Gründung. Um Fördergelder, Investoren oder Teammitglieder zu gewinnen, muss die Gründungsidee anschaulich und überzeugend präsentiert werden. Das können Sie vor allem bei Wettbewerben und Pitch-Events. Für die Präsentation gibt es einige Möglichkeiten, um einen guten Überblick zu geben, finden Sie hier fünf grandiose Wege, Ihre Geschäftsidee erfolgreich zu präsentieren:
Eine Geschäftsidee zu präsentieren, will gelernt sein
Um mit Ihrer Präsentation zur Gründungsidee und dem entsprechenden Geschäftskonzept überzeugen zu können, sollten Sie den Rahmen für die Präsentation genau analysieren. Je nach Anlass Ihres Pitches ist etwas anderes gefordert. Wenn Sie diese Grundlagen berücksichtigen, dann wird die Präsentation von vornherein erfolgreicher sein. Erst durch den Kontext können Sie die relevanten Informationen besser hervorheben. Investoren und Banken etwa legen den Fokus natürlich auf den Zahlenteil und die Rentabilität. Wettbewerbe und Preisausschreiben haben oft bestimmte Kriterien, anhand derer die Auswahl getroffen wird. Für Pitch-Events reicht eine kurze, knackige Präsentation der wichtigsten Fakten mit einem gewissen Highlight aus. Dabei hilft gutes Storytelling. Mit einer witzigen oder überraschenden Geschichte können Sie beim Pitch besonders begeistern. Welche Möglichkeiten Gründende zur erfolgreichen Präsentation ihrer Geschäftsidee haben, zeigen diese fünf Wege:
1. Executive Summary – Die Zusammenfassung des Businessplans
Eine Seite soll es umfassen (maximal zwei), das Executive Summary, und ist damit die kürzeste Form für die Präsentation Ihrer Geschäftsidee. Dieses kurze Format soll neugierig machen und einen guten Überblick über das Wichtigste zu Ihrem Unternehmen geben. Es funktioniert wie eine Art Werbebroschüre. Der Leser soll kurz und bündig alles erfahren, was es zu Ihrer Geschäftsidee zu wissen gibt. Klar strukturiert und absolut schnörkellos sollte es sein. Oft ist es auch Teil des Businessplans und gibt zu Beginn eine gute Übersicht. Daher sind alle wichtigen Aspekte kurz angeschnitten, die Unternehmensstrategie und das Geschäftsmodell knackig dargelegt. Es sollte nichts fehlen, damit das Executive Summary auch alleine stehen kann. Es dient oft als Grundlage für eine mündliche Kurzpräsentation oder vermittelt zu Beginn einen ersten Eindruck bei Kunden und Investoren. Genau aus diesem Grund sollten Sie diese Zusammenfassung sorgfältig erstellen, auswählen, was zu den Kernpunkten gehört und das kurz und bündig ausformulieren.
2. Factsheet – Eine Seite voller Fakten
Das Factsheet kommt dem Executive Summary gleich, denn auch diese Zusammenfassung ist äußerst kurz und prägnant. Ihre Geschäftsidee sollten Sie hier auch knapp, aber klar verständlich präsentieren. Ein Factsheet ist oft auch Teil der Pressemappe und kann somit auch später noch gut eingesetzt werden. Daher lohnt es sich, ein wenig Zeit und Mühe in die Formulierung dieser Präsentation Ihrer Geschäftsidee zu investieren. Wichtige Fragen nach Gründer, Inhaber, Rechtsform, Vertriebswege und Kundenzielgruppe sollten beantwortet werden. Dabei darf aber auch eine kleine Prognose der Geschäftsentwicklung mitgeliefert werden. Hier können Sie auch mit Zahlen, Diagrammen, Schlagworten und Illustrationen arbeiten, die Ihre Geschäftsidee kurz umreißen. Eine ansprechende Gestaltung mit verschiedenen Elementen ist absolut erlaubt. Auch der Stil einer Präsentationsfolie ist dem Factsheet nicht unüblich. Das Factsheet folgt dem Credo: Weniger ist mehr. Mit einem überraschenden und innovativen Layout können Sie hier zusätzlich überzeugen.
3. Pitch Deck – Präsentation neu gedacht
Präsentationen mit viel Text langweilen. Viel ansprechender dagegen werden diese mit klaren Stichpunkten und Inhalten, die das ganze untermalen – also Bildern, Diagrammen oder Kurzvideos. Mit dem Pitch Deck geht es meist darum, Investoren zu überzeugen und das in kürzester Zeit. Daher sollten Sie vorab überlegen, was die Kernpunkte für das Pitch Deck sein müssen. Im besten Fall enthält Ihr Pitch Deck nicht mehr als 15 Folien und konzentriert sich auf die bildliche Darstellung Ihrer Geschäftsidee. Verzichten Sie auf viel Text, denn die Konzentration liegt sowieso auf dem Gesagten. Daher sollte das Pitch Deck mit Bildern, Grafiken und Videos das Gesagte unterstützen und nicht ablenken. Ein angemessenes Layout spielt daher auch eine wichtige Rolle beim Pitch Deck. Schriftgröße, Schriftfarbe und auch Hintergrund sollten wohl überlegt sein. Im Fokus steht das Produkt oder die Dienstleistung. Darüber hinaus sind natürlich die wichtigsten Zahlen zur Geschäftsidee wichtig, dazu zählen Gründungsjahr, Anzahl der Mitarbeiter, Kapitalbedarf sowie Prognosen für die nächsten Jahre.
4. Business Modell Canvas – Alle Aspekte schematisch dargestellt
Eine etwas andere Art der Präsentation ist das Business Modell Canvas. Es ist ein Schema oder eher eine Matrix, in die alle wichtigen Aspekte zur Geschäftsidee eingetragen werden. Es zeigt daher alles Wesentliche, was es zu Ihrer Geschäftsidee zu wissen gibt, auf einen Blick. Neun Aspekte der Geschäftsidee werden im Business Modell Canvas beleuchtet. Durch die schematische Darstellung entsteht ein guter Überblick über Ihr Geschäftsmodell und Ihre –strategie. Ein großer Papierbogen dient als Grundlage, auf dem die neun Bereiche aufgemalt und dann entsprechendes dazu eingetragen wird. Auch wenn die Erarbeitung ein wenig Zeit kostet, lohnt sich die Mühe, denn das Ergebnis ist besonders anschaulich. Auf diese Weise wird nichts vergessen, sodass alle wichtigen Informationen im Business Modell Canvas enthalten sind.
5. Businessplan – Tiefgründig und ausführlich dargelegt
Klar, der Businessplan darf als Präsentationsform Ihrer Geschäftsidee nicht fehlen. Auch er wird häufig von Kapitalgebern gefordert und dient als Basis für Bezuschussungen und Fördergelder. Im Businessplan wird Ihre Geschäftsidee ausführlich dargelegt und dieser zeigt, dass Sie sich intensiv mit Ihrer Idee, dem Markt und auch der Finanzierung beschäftigt haben. Neben dem ausformulierten Teil des Businessplans zur Geschäftsidee, ist ein Zahlenteil zu Liquidität und Rentabilität enthalten, der schon einen Ausblick auf die nächsten Jahre gib. Das ist nötig, um Investoren zu überzeugen. So ein Businessplan kann schnell mal 30 Seiten umfassen oder auch mehr, je nach Gründungsidee und Gesamtkonzept. Eine Marktanalyse ist wichtiger Bestandteil sowie auch Preis und Vertriebsstrategie. Diese geben den Rahmen für die Kundengewinnung und Marketingmaßnahmen. Darüber hinaus wird Ihre Gründerpersönlichkeit auch dargelegt. Der Businessplans sollte möglichst umfangreich sein und dadurch alles Wesentliche zu Ihrer Geschäftsidee aufzeigen.
Fazit: Die Form der Präsentation hängt vom Kontext ab
Nicht jede Art der Präsentation Ihrer Geschäftsidee verspricht Erfolg, denn dieser hängt stark vom gegebenen Rahmen ab. Daher sollten Sie sich immer klar machen, wem Sie Ihre Idee vorstellen und worauf dann besonders viel Wert gelegt wird. Danach sollten Sie die vorgestellten fünf Wege abwägen und sich für die geeignete Präsentation entscheiden. Auf diese Weise können Sie den Erfolg Ihrer Präsentation selbst nachhaltig beeinflussen.
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