Eine Kündigung trifft uns im Kern. Dabei geht es nicht nur um Miete, Lebensmitteleinkäufe und andere monatliche Fixkosten, also die finanzielle Unsicherheit. Es geht vor allem auch um Ihr Selbstbewusstsein und Ihre Selbstwahrnehmung. Plötzlich ist da das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden oder versagt zu haben. Dabei ist gerade jetzt innere Stärke entscheidend, um diese Situation zu meistern, ein Umgang mit dem Jobverlust zu finden und sich aufzurichten.
Wie Sie Ihr Selbstbewusstsein nach der Kündigung zurückgewinnen, darüber haben wir mit Coach Gitte Harmeyer gesprochen. Sie begleitet Menschen in beruflichen Umbrüchen und zeigt, wie Coaching helfen kann, verlorenes Selbstvertrauen zurückzugewinnen und gestärkt in die Jobsuche zu gehen:
Selbstvertrauen ist ein unterschätzter Schlüsselfaktor im Job
Selbstbewusstsein ist im Arbeitsalltag enorm wichtig. Aber wer nur so vor Selbstbewusstsein strotzt, wird schnell als arrogant wahrgenommen. Wenn Sie allerdings zu wenig selbstbewusst auftreten, entsteht schnell ein Bild von Unsicherheit. Genau das richtige Maß ist im Alltag und im Arbeitskontext entscheidend. Aber auch gerade für die Situation, dass Sie gekündigt wurden, sind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein Schlüsselfaktoren. Nur dann können Sie neue Chancen sehen und ins Handeln kommen. In solchen Phasen ist es mehr als ein „nettes Extra“ – es ist eine Schlüsselkompetenz für den beruflichen Neustart.
Im Coaching zurück auf die Spur und zu neuem Selbstbewusstsein mit Gitte Harmeyer
Wie zentral es ist, Selbstbewusstsein nach der Kündigung wieder zurückzugewinnen, das weiß auch Karriere- und Jobcoach Gitte Harmeyer. Sie ist bereits seit vielen Jahren für die merkur-start up tätig und begleitet im Coaching Menschen auf ihrem Weg zurück in ein erfüllendes Berufsleben. Sie schafft es, die Selbstzweifel ihrer Coachees in Selbstwirksamkeit zu verwandeln und so die beste Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job zu bieten. Dabei bringt Gitte Harmeyer ihr Know-how und ihre Erfahrung in Vertrieb sowie HR in Kombination mit ihrem psychologischen Ansatz ein, um gemeinsam den Neuanfang zu schaffen. Nach der Kündigung sind innere Stabilität und klare Positionierung ausschlaggebend für die berufliche Neuorientierung. Und genau dabei begleitet sie wertefrei und behutsam.
Und genau deshalb haben wir mit ihr gesprochen, um Ihnen Einblick zu geben, wie ein Coaching dabei helfen kann, wieder mehr Selbstvertrauen zu erlangen:

Frau Harmeyer, Sie begleiten Menschen bei der Jobsuche, aber vor allem auch in und nach beruflichen Krisen. Was sind die ersten typischen Gedanken und Gefühle nach einer Kündigung?
Viele erleben zuerst Schock, Trauer, Unsicherheit oder Wut – manche spüren sofortigen Handlungsdruck. Entscheidend ist: All das ist normal. Eine Kündigung stößt einen Veränderungsprozess an: Wir verlassen die gewohnte Komfortzone, verabschieden Sicherheit und bauen Schritt für Schritt neue Orientierung auf. Ich stabilisiere in dieser Phase mit klarer Tagesstruktur, kleinen erreichbaren Schritten und einem wertfreien Raum für alle Gefühle. Dazu gehört auch der Perspektivwechsel: Was ist mir wichtig? Welche Chancen liegen im Jetzt? Aus dieser Haltung entsteht wieder Zuversicht.
Warum trifft uns eine Kündigung so hart? Und wieso verbinden wir den Jobverlust so oft mit dem eigenen Selbstwert?
Arbeit stiftet Identität, Struktur und soziale Anerkennung. Fällt sie weg, verwechseln viele „Was ich tue“ mit „Wer ich bin“. Der erste psychologische Schritt ist deshalb, den Selbstwert vom Arbeitsvertrag zu entkoppeln und wieder an die eigenen Stärken, Werte und Bedürfnisse zu koppeln. Wir würdigen die Biografie, sammeln Erfolgsgeschichten – und schauen uns begleitend Glaubenssätze an, die Selbstwert untergraben („Ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste“). Dieses bewusste Entkoppeln entlastet und macht handlungsfähig.
Was bedeutet Resilienz in dem Zusammenhang?
Resilienz ist unsere innere Widerstandskraft – die Fähigkeit, Krisen zu verarbeiten und daran zu wachsen. Praktisch heißt das: Gefühle zulassen, Ressourcen aktivieren, Routinen aufbauen, Unterstützung annehmen und das eigene Denken lenken (z. B. durch Realitätschecks, hilfreiche Selbstgespräche, Mikro-Ziele). Resilienz ist trainierbar – und genau daran arbeiten wir: systematisch, alltagstauglich und in individuellem Tempo.
Hatten Sie selbst beruflich schon Tiefpunkte? Wie sind Sie damit umgegangen?
Ja. Ich habe mir wiederholt Klarheit über meine Werte, Talente, Wünsche – und meine Glaubenssätze – erarbeitet und mir auch Unterstützung geholt. Aus meiner Führungskräfte- und Vertriebserfahrung weiß ich: Bewerben ist auch Verkaufen. Verkaufen bedeutet, Nutzen klar zu benennen, Vertrauen aufzubauen und selbstsicher aufzutreten – ohne sich zu verstellen. Diese Haltung habe ich auf mich übertragen: authentisch ansetzen, dranbleiben, mutig und neugierig bleiben. Genau das gebe ich heute an meine Klient:innen weiter.
Warum ist ein Jobcoaching eine gute Chance, wenn jemand den Boden unter Füßen verloren hat und die Kündigung das Selbstvertrauen stark erschüttert hat? Wo setzen Sie da als Coach an?
Weil Coaching diesen Veränderungsprozess strukturiert und entlastet. Wir verlassen bewusst die Komfortzone und schaffen gleichzeitig Sicherheit: erst Stabilisierung, dann Klärung, dann Sichtbarkeit. Ich arbeite psychologisch fundiert, also rund um Selbstwert, Emotionen und zu Glaubenssätzen und zugleich praxisnah, das bedeutet klare Bewerbungsstrategie und eine gelungene Selbstpräsentation. So entsteht ein stimmiges Selbstbild, mit dem Coachees sich klar, gelassen und überzeugend zeigen können. Dass Coaching wirkt – u. a. durch höhere Selbstwirksamkeit und Zielerreichung – ist gut belegt.
Wie kann ein Coaching in solch einem Fall konkret helfen?
In drei einfachen Schritten:
1. Stabilisieren: Tagesstruktur, Energie-Management, innere Ruheanker.
2. Kern klären: Stärken, Werte, Interessen, Ziele – und hinderliche Glaubenssätze identifizieren und umformulieren.
3. Sichtbar werden: Überzeugende Unterlagen, klare Story, souveräne Gesprächsführung und Profile auf LinkedIn und/oder Xing. Das ist Selbst-Marketing – ehrlich, fachlich und zu Ihnen passend.
Gibt es ein „Aha-Moment“ im Coaching, an dem etwas in Bewegung kommt und das Selbstvertrauen zurückkommt?
Ja. Oft, wenn wir Erfolgsgeschichten präzise analysieren: „Stimmt – das habe ich wirklich geleistet.“ Oder nach einem Gespräch: „Ich war präsent, klar und auf Augenhöhe.“ Solche Momente verschieben den inneren Referenzrahmen – Zweifel weichen Fakten. Aus „Bin ich gut genug?“ wird „Ich weiß, was ich kann – und zeige es.“
Was möchten Sie all den Menschen mitgeben, die ihren Job verloren haben und gerade denken „Ich habe versagt“?
Sie haben nicht versagt – sie sind in einem Übergang. Dieses Gefühl darf da sein, definiert sie aber nicht. Wir machen sichtbar, was trägt: Kompetenzen, Beiträge, Lernkurven. Wir prüfen Glaubenssätze, die hart mit ihnen umgehen, und ersetzen sie durch hilfreiche – realistisch, freundlich, wirksam. So entsteht wieder Selbstachtung – die Basis für neue Entscheidungen.
Wie kann das Selbstvertrauen zurückgewonnen werden, um neuen Mut für Bewerbungen zu schöpfen und damit einen Neuanfang zu wagen?
Bewerbung heißt auch Selbst-Präsentation. „Werbung steckt in Bewerbung“: Nur wer sein „Produkt“ kennt – also Stärken, Erfolge, Werte, Ziele – kann es klar positionieren. Wir entwickeln gemeinsam eine konsistente Story, schärfen das individuelle Profil und trainieren Auftritt und Sprache. Das fühlt sich nicht nach „Angeberei“, sondern nach Klarheit auf Augenhöhe an – und genau das überzeugt.
Welche Rolle spielen Glaubenssätze – und wie begleiten Sie dabei?
Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über uns und die Welt. Unterstützende Glaubenssätze öffnen Türen („Ich darf zeigen, was ich kann“), einschränkende dagegen bauen Hürden auf („Selbstdarstellung ist Angeberei“). Im Coaching machen wir diese Sätze sichtbar (z. B. über Biografie-Arbeit und Realitätschecks), prüfen ihren Wahrheitsgehalt – und formulieren hilfreiche Alternativen, die wir im Alltag erlebbar machen. So wächst Selbstwirksamkeit, und Ziele werden greifbarer.
Vielen Dank für das Interview und die wertvollen Einblicke in Ihre Arbeit im Coaching.
Fazit: Ein Coaching hilft Ihnen zurück zu mehr Selbstvertrauen und einem neuen Job
Selbstvertrauen ist nicht angeboren – es entsteht meist, wenn wir Herausforderungen annehmen, Krisen meistern und unsere Stärken neu entdecken. Und genau da setzt das Coaching an, wie im Interview klar geworden ist, denn es schafft den Raum dafür, Zweifel loszulassen und die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Ressourcen zu erkennen. Durch diese Arbeit an Werten, Zielen und dem eigenen Profil können Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit aufbauen, was Gitte Harmeyer so schön dargelegt hat.
Gerade nach einer Kündigung kann das entscheidend sein, denn nur wer an sich glaubt, traut sich auch zu, neue Wege zu gehen. Erst wenn Sie Ihr Selbstbewusstsein zurückgewinnen, können Sie Bewerbungen mit Klarheit angehen und Chancen ergreifen. Positive Thinking kann dabei weitere Impulse geben. Selbstvertrauen ist daher keine Nebensache, sondern wächst im Coaching und ist der Schlüssel zum beruflichen Neuanfang.
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