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25. Mai 2023 | Redaktionsteam | merkur-start up

Aufbau eines Online Business mit Hilfe einer digitalen Marke mit Martin Dunker

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Digitale Berufe und Jobs, die mit digitalen Technologien eng verknüpft sind, werden immer mehr und sind auch immer gefragter. Die Attraktivität solcher Berufe verwundert nicht. Gerade diese digitalen Berufsfelder bieten sich auch für die Gründung eines Online Business an. Um ein Online Business zu gründen und in eine digitale Marke zu verwandeln, sind einige Punkte wichtig. Worauf es ankommt und wie ein Markenaufbau für ein Online Business gelingt, lesen Sie in diesem Artikel und vor allem im Interview mit Gründungsberater Martin Dunker:

Markenaufbau – klassische oder digitale Marke?

Eine Marke, was ist das überhaupt, fragen Sie sich. Dann klären wir einmal die Begrifflichkeit, denn rechtlich bezeichnet eine Marke ein geschütztes Zeichen. Marken können dabei beim Deutschen Marken- und Patentamt (DPMA) eingetragen werden. Im Marketing versteht man unter einer Marke etwas anderes. Eine Marke oder auch Brand ist die Gesamtheit an Eigenschaften eines Unternehmens, kann aber auch ein Produkt oder ein Angebot bezeichnen. Dabei geht es dann auch um Werte und vor allem die Wahrnehmung durch potentielle Kunden durch den Unternehmensauftritt, die durch den Markenaufbau gesteuert werden können. Eine digitale Marke ist damit im Grunde vom Kern her wie eine klassische Marke, nur erfolgt der Aufbau und die Positionierung im Internet.

 

Damit Ihnen der Markenaufbau bei Gründung eines Online Business gelingt, haben wir einmal mit Martin Dunker gesprochen. Er ist Coach und Berater im Rahmen des Gründungscoachings. Seine Spezialgebiete sind der Markenaufbau, Zielgruppen-Kommunikation und die Entwicklung sowie Umsetzung von Content-Konzepten. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Agenturenumfeld ist er Experte, wenn es um die Gründung und den Aufbau von digitalen Marken geht. Dazu haben wir ihn einmal gefragt, was Gründende zum Thema wissen sollten:

 


Herr Dunker, bei der Gründung eines Online Business gelten grundlegend ja erst einmal die gleichen Rahmenbedingungen und offiziellen Anmeldungsrichtlinien wie sonst auch, was Finanzamt, Gewerbeanmeldung, Sozialversicherungen etc. betrifft. Und doch gibt es auch Unterschiede. Worauf sollten Gründer eines Online Business insbesondere achten?

Die wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen sind identisch, das stimmt schon. Was aber gerade beim Online Business wichtig ist, das ist der Plan, mit welchen digitalen Plattformen und Tools ich als Gründender arbeiten kann und möchte. Also konkret: Welche Shop-Plattform passt zu meinem Business? Wie intensiv nutze ich CRM-Plattformen und welche macht dann für mich den meisten Sinn? In puncto Zielgruppen muss ich wissen, wo meine Online-Kunden digital unterwegs sind – ist es beispielsweise Facebook, Instagram, LinkedIn – oder was kommt für mich noch infrage? Welche Rolle spielen digitale Anzeigen auf Google, Facebook, etc. für mein Geschäft? Hier empfehle ich die Erarbeitung einer digitalen Customer Journey vom Erstkontakt bis hin zum After-Sales, mit entsprechenden Key Performance-Indicators, also Kennzahlen, mit denen der Erfolg gemessen werden kann. Und ich empfehle die absolute Beschränkung auf das Wesentliche. Digital gibt es zwar endlos viele Gelegenheiten, aber auch endlos viele Möglichkeiten, sich zu verzetteln. Also zusammenfassend: Digitale Customer Journey, klare Definition der Stufen, Schlüsselindikatoren zur Erfolgsmessung und nur das Wesentliche.

Super, das ist nochmal genau auf den Punkt gebracht. Für Kunden und Verbraucher ist mittlerweile das Markenerlebnis immer wichtiger. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass Unternehmen und Gründer auch mehr Wert auf die eigene Marke legen sollten. Wie kann das gelingen?

Es ist wichtig für sich selbst herauszufinden, wo der eigene Kern der Marke liegen kann. Also zu definieren, wofür mein Unternehmen steht und warum die Welt gerade meine Firma braucht. Bei meinen Beratungen steht das in den allermeisten Fällen am Anfang einer Zusammenarbeit. Die klare Formulierung dieser Aspekte können wir als Grundlage für Kernsätze verwenden, mit denen wir unsere Unternehmens-Mission und die Unternehmens-Vision formulieren, mit der wir als Unternehmer der Zielgruppe und auch uns selbst immer wieder verdeutlichen können, was uns aus- und besonders macht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Auseinandersetzung mit den Motiven unserer Zielgruppen – was ist deren Bedarf, wonach suchen sie und wie kann unsere Marke ihnen genau dabei helfen? Wenn wir dies wissen, dann können wir die Markenerlebnisse rund um diesen Kern und die Zielgruppenbedürfnisse hin inszenieren. Biete ich beispielsweise online den Versand von Rezepten und entsprechende gesunde Nahrungsmittel als Package an und weiß ich, dass meine (potenziellen) Kunden als Motiv gesundes und einfach zuzubereitendes Essen möchten, gebe ich immer wieder Tipps, Hinweise und Angebote rund um diesen Schwerpunkt. Genauso machen es auch etablierte Marken: wenn BMW beispielsweise von der „Freude am Fahren“ spricht, dann betrifft das sowohl den Markenkern als auch die Zielgruppen-Motive.

Eine digitale Marke unterscheidet sich dabei auch noch einmal von einer klassischen Marke. Worauf kommt es hier an?

Die digitale Marke muss ihre Markenerlebnisse immer auf die relevanten Kommunikationskanäle und auf eine noch klarere Verständlichkeit und Wahrnehmbarkeit konzentrieren. Hier liegt die starke Betonung auf der direkten Ansprache der Zielgruppenwünsche, wobei Aspekte wie klare Verständlichkeit, starke Bilder und Videos und eine Chance zum direkten Response eine unglaublich große Rolle spielen. Menschen entscheiden beispielsweise in maximal 5 Sekunden, ob eine Online-Seite für sie relevant ist oder nicht. Wenn dann weggeklickt wird, ist die Chance dahin. Ich mache daher häufig für meine Kunden einen 5 Sekunden-Test, bei dem wir prüfen, ob und wie Marke und Leistung wahrgenommen und verstanden werden.

Was raten Sie Gründern, worauf Sie beim Markenaufbau besonders ihr Augenmerk richten sollten?

Hier sollten als erstes vor allem Klarheit, Sympathie und Verständlichkeit für die Zielgruppe im Fokus stehen. Wichtige Bestandteile haben wir ja schon besprochen, aber gerade die kontinuierliche sympathische Bestätigung, wofür meine Marke und Leistung eigentlich steht, ist immens wichtig. Dies gelingt, indem man sehr bewusst mit seinen Markenthemen umgeht und seine Kunden auch immer wieder fragt, ob sie die Marke eigentlich so sehen wie man selbst. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Kontinuität – es gibt so unendlich viel Konkurrenz um die digitale Aufmerksamkeit, da muss ich einfach konstant sein, um wiedererkannt und auch wieder in Erwägung gezogen zu werden. Je besser der Plan und das Konzept sind, um so konstanter kann die Marke auftreten.

Marketing und damit verbunden Content Creation stellen immer größere Anforderungen an Unternehmen. Wie kann es gerade kleinen Unternehmen und Gründern gelingen, trotz der geringen Ressourcen (Zeitmanagement, Budget und personell) gute Inhalte zu erstellen?

Ich würde da fast widersprechen wollen, denn heute gibt es viel mehr Möglichkeiten zum Selbermachen. Wenn ich vor 20 Jahren Content erstellt habe, dann habe ich immer unglaublich viel Aufwand betreiben müssen. Nehmen wir mal ein Video: ich brauchte gutes Equipment inklusive Licht, es hat endlos gedauert, die Dinge zu schneiden. Bei Videos für meine Kunden war da immer ein Team von mindestens drei bis vier Leuten aktiv. Heute nehme ich ein gutes Smartphone, filme und scheide direkt, beispielsweise mit einem Programm wie Inshot.  Alles was ich brauche ist das Wissen, wie ich damit umgehe, und ich benötige das Wissen, was eine Contentplanung braucht und wie ich diese erstelle. Beides kann man verhältnismäßig einfach lernen.

Was würde ich also raten? Vor allem eben einen Content-Plan zu erstellen, der meine Markenerlebnisse beinhaltet und diese rund um die Motive meiner Kunden beschreibt. Zum Plan gehört auch die Definition, auf welchen Kanälen ich etwas poste und in welcher Form – also Text, Text-Bild-Kombis oder kleine Filme zum Beispiel. Und dann einfach mal probieren, was am besten für Sie passt. Sie müssen ja nicht täglich digital stattfinden, sondern vielleicht ein bis zweimal pro Woche.

Und können angesichts dessen dann überhaupt originelle Ideen entstehen? Was raten Sie Gründern da?

Auf jeden Fall Kreativtechniken anzuwenden bzw. diese zu lernen. Bei der Ideenfindung selbst rate ich Gründern, sich vor allem auf die Leidenschaft für ihr Unternehmen und ihr Produkt zu konzentrieren. Was ist das Tolle daran, was bringt es anderen? Allein aus diesen Aspekten erwachsen schon häufig gute Ideen. Der nächste Tipp ist, sich darauf zu konzentrieren, was meine Marke mit dem Kunden macht. Warum ist er glücklich, wenn er mein Produkt oder meine Leistung kauft? Dieses Glück ins Zentrum der Stories zu stellen, ermöglicht allein doch schon zahlreiche gute Ideen. Wenn ich ein Online-Zeichenprogramm anbiete, was wirkt da mehr – endlos viele technische Features dieses Programms zu zeigen oder den glücklichen Kunden in seiner Begeisterung zu zeigen, der damit ein sensationelles Bild gemacht hat? Wenn der dann noch davon erzählt und empfiehlt, ist das wirklich überzeugend.

Vielen lieben Dank für die vielen Einblicke, wie Gründende ihr Online Business in eine starke digitale Marke verwandeln können und worauf es dabei ankommt.

 

Wenn auch Sie jetzt Lust haben, direkt in die Content-Entwicklung einzusteigen, dann nutzen Sie doch das Gründungscoaching dafür. Über einen AVGS können Sie dieses ganz leicht erhalten und damit direkt mit der Gründung und dem Markenaufbau starten.

 

 

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