20. Juni 2019 | Redaktionsteam | merkur-start up

Was kostet Social Media eigentlich?

 

Da Social Media heute für Unternehmer und auch Unternehmer einen großen Stellenwert haben, wollen wir einmal die Frage nach den Kosten für Social Media beantworten. Denn nachdem es bereits um die Kosten für PR und für Marketing hier auf dem Blog gegangen ist, bleiben als Unternehmer natürlich noch weitere Aufgaben, die eben teilweise auch mit Kosten verbunden sind. Womit Sie in Bezug auf Social Media rechnen müssen, dass verraten wir Ihnen nun:

Wie viel kostet Social Media?

Eigentlich nichts – eigentlich. Wie bereits in unseren Beiträgen zu den PR-Kosten und zu den Ausgaben in Sachen Marketing erwähnt, lässt sich das schlecht so pauschal beantworten. Doch im Fall Soziale Netzwerke können wir das ganze für Sie zumindest konkretisieren, denn erst einmal sind Social Media in der Nutzung kostenlos. Das ist die gute Nachricht und es gibt eine weit bessere, denn Sie können als Unternehmer die Sozialen Netzwerke auch als Plattform für Ihre Werbeanzeigen nutzen – und das kostet zwar, aber im  Verhältnis zu anderen Werbechannels weit weniger. Aber fangen wir vorne an:

Die berufliche Nutzung sozialer Netzwerke ist kostenfrei

In erster Linie geht es ja nicht nur um die Nutzung der sozialen Medien für Sie persönlich, sondern für Sie in der Funktion als Unternehmer, Freiberufler und Selbstständiger oder direkt für Ihr Unternehmen. Wir sprechen hier natürlich dann von der Nutzung dieser Netzwerke mit einem Business-Account oder Unternehmensprofil. Die Nutzung als Privatperson ist kostenfrei und das gleiche gilt für die berufliche Nutzung und das ist ganz unabhängig davon, ob Sie sich mit einer Unternehmensseite auf Facebook platzieren wollen, oder lieber auf Instagram oder Pinterest. Auf diesen Plattformen stehen Ihnen mit einem Business-Account zusätzliche Funktionen zur Verfügung, auf die Sie als Privatperson keinen Zugriff haben. Sie müssen sich erstmals als Privatperson mit Ihrem Unternehmen anmelden und können dann im zweiten Schritt Ihr Profil in ein Unternehmensprofil ändern. Das funktioniert in den meisten Fällen über einige wenige Klicks und Angaben. Noch unkomplizierter wird es natürlich in den Berufsnetzwerken Xing und LinkedIn, denn dabei geht es natürlich um Ihr Business und insofern melden Sie sich natürlich entsprechend an. Sollten Sie Ihr Unternehmen platzieren wollen, können Sie dies dort natürlich auch gesondert eintragen und somit als feste Größe, auswählbar, direkt in Ihr Profil einbinden.

Business-Profile auf Facebook, Instagram & Co.

Wie das ganze genau funktioniert und was Ihnen dann kostenlos alles zur Verfügung steht, wollen wir Ihnen ebenfalls aufzeigen. Denn mit der Nutzung von Social Media für Ihre Arbeit und Ihr Unternehmen haben Sie eine Fülle an neuen Möglichkeiten. Und das gilt natürlich vor allem für Brand Awareness und Aufmerksamkeit, aber eben auch in Sachen Neukundengewinnung, Community Aufbau und Marketing. Da Facebook und Instagram ja bekanntlich zusammen gehören, gibt es dafür noch eine Besonderheit: Die Werbeplattform ist ein- und dieselbe! Aber zuerst geht es natürlich an das Einrichten des Business-Accounts auf der jeweiligen Plattform und damit bekommen Sie diese Extras frei zur Verfügung gestellt:

  • Auf Facebook erstellen Sie dafür eine Unternehmensseite, völlig kostenlos. Die einzige Voraussetzung ist eine Anmeldung als Privatperson mit Ihrem nachweislich im Ausweis eingetragenen Namen. Nur als „echte Person“ können Sie überhaupt eine Unternehmensseite erstellen, so wird Betrug und Missbrauch vorgegriffen. Automatisch mit der Erstellung der Unternehmensseite erhalten Sie ein Konto und damit Zugriff auf den Business Manager, der Ihnen die Erstellung von Werbeanzeigen und das Monitoring Ihrer Aktivitäten ermöglicht. Sie erhalten darüber hinaus Einblick in die Statistiken, was Ihre Unternehmensseite anbelangt. Sie grenzen außerdem bei der Anmeldung Ihr Business nach Branche ein und können entsprechende Details in Ihrer Seite hinterlegen. Dort lassen sich Links zur Webseite, Referenzen, Ihr Portfolio und Infos zu Öffnungszeiten und Preisen anlegen. Sie können außerdem unter „Meine Story“ mehr über Ihr Unternehmen und die Gründung und Ihre Ambitionen erzählen und mit dem Call-to-Action-Button unterhalb des Titelbildes eine entsprechende Aktion beim Besucher erwirken. Das kann ganz individuell festgelegt und auch später wieder geändert werden. Sie können hier den Link zum Online-Shop, die Möglichkeit zur Nachricht oder auch zum Anruf hinterlegen, oder aber Sie lassen die Anfahrtsbeschreibung zu Ihrem Laden vor Ort anzeigen.  Sie sehen, es gibt eine Menge Stellschrauben, die Sie für Ihre Unternehmensseite nutzen können. Darüber hinaus können Sie Werbeanzeigen erstellen und innerhalb Facebooks anzeigen lassen, um so gewisse Ziele zu erreichen. Auch hierbei haben Sie wieder mehrere Möglichkeiten, ganz gleich ob Sie Neukunden suchen, neue Follower haben wollen oder mehr Aktivität auf Ihrer Seite – die Werbeanzeigen können Sie für wenig Budget ausspielen lassen. Das startet ab 5 Euro, wobei Sie mit mehr Budget natürlich auch mehr Reichweite und Impressionen für Ihre Anzeige erhalten.
  • Für Instagram gilt in etwa dasselbe, denn da beide Netzwerke zusammenhängen innerhalb des Konzern von Mark Zuckerberg wurde die Bedienung angeglichen. Die Ausspielung und Erstellung Ihrer Werbeanzeigen läuft über dasselbe Tool wie für Facebook ab, den Business Manager. Die Einrichtung eines Business-Accounts ist ebenfalls simpel, denn Sie erstellen ganz einfach eine Account auf der Plattform. In den Einstellungen können Sie dann auf ein Unternehmensprofil wechseln und damit erhalten Sie auch dort integriert und kostenlos, Zugang zu den Statistiken über Ihre Aktivität und zu Ihren Followern. Damit haben Sie die wichtigsten Kennzahlen und Marker direkt im Überblick und können überprüfen, wie erfolgreich Ihr Profil und Ihre Postings sind. Sie haben dann ebenfalls die Möglichkeit einen Call-to-Action-Button in Ihrem Profil auf Instagram mit der gewünschten Aktion belegen. Hierbei stehen allerdings nicht so viele Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, da das Bildernetzwerk natürlich auch etwas anders funktioniert.
  • Für die beruflichen Netzwerke gilt, wie bereits erwähnt, eine einfache Anmeldung im Netzwerk als erster und einzig notwendiger Schritt. Natürlich füllen Sie im Anschluss direkt Ihr Profil auf Xing oder LinkedIn aus und haben damit Ihren Lebenslauf, Ihr Business, Ihr Portfolio und im besten Fall auch Ihre Referenzen und Kundenstimmen direkt auf einen Blick für Interessierte verfügbar. Sie können hierbei allerdings zwischen zwei Mitgliedschaften wählen, in der kostenfreien Basisversion stehen Ihnen alle grundlegenden Dinge zur Verfügung. Wenn Sie sich für die kostenpflichtige Premium-Version entscheiden, dann können Sie außerdem eine erweiterte Suchfunktion für die Neukundengenerierung nutzen, Sie können außerdem direkt bei der Kontaktanfrage Nachrichten mit versenden und weitere feine Details. Jedoch bietet die Basisversion schon ausreichend Möglichkeiten für die meisten Nutzer.
  • Sollte Ihr Business sehr bildlastig und somit fotogen sein, lohnt sich vielleicht auch die Plattform Pinterest, die ebenfalls mit einem Business-Account aufwarten kann. Darüber stehen Ihnen dann auch Möglichkeiten zur Schaltung von Anzeigen offen und eben hauptsächlich Analyse-Tools, mit denen Sie die Aktivitäten überprüfen können. So ist das Monitoring auch hier direkt integriert. außerdem erhalten Sie Zugriff auf Pinterest-Widgets, die es Besuchern Ihrer Webseite bspw. direkt erlaubt, sich Bilder von Ihrer Webseite über den „Merken“-Button auf deren Pinnwand zu pinnen. Vor allem Unternehmer, die im Bereich Beauty, DIY, Fashion, Fotografie, Hochzeit und Reisen unterwegs sind, sollten diese Plattform nicht ungeachtet lassen. Darüber hinaus ist Pinterest das beste Netzwerk in Sachen Conversion und es lassen sich dort zahlungskräftige User finden, die Sie dann zu Ihren Kunden machen können.
  • Auch für Twitter und YouTube gilt die einfache Anmeldung als ultimativer Schritt zur beruflichen Nutzung dieser Plattformen und Netzwerke. Hierbei kommt es natürlich auch wieder auf Ihr Business an, ob sich eine Anmeldung in diesem Netzwerk wirklich lohnt. Auf YouTube benötigen Sie gutes Videomaterial, das den Nutzern hilft und somit viral geht. Der Channel selbst ist einfach und schnell eingerichtet. Sie können dort entsprechende Informationen, Ihre Webseite und Kontaktmöglichkeiten hinterlegen. Dann geht es schon ans erste Video. Twitter ist heute vielmehr ein Newsdienst als ein soziales Netzwerk, beide Kanäle haben nicht den klassischen Charakter von Social Media, denn sie dienen nicht mehr der Vernetzung untereinander, sondern der Verbreitung von News und nützlichen Informationen in entsprechenden Formaten. Die Nutzung ist kostenlos, lohnt sich aber nur, wenn Sie Ihre Zielgruppe hier auch wirklich finden und Zeit für Posting und die Produktion von Content haben. Mehr über die Wahl des richtigen Netzwerks für Ihr Business erfahren Sie auch in diesem Artikel.

Welche Kosten kommen bei der Nutzung von Social Media zustande?

Wie Sie nun gelesen haben, ist die Anmeldung eines Business-Accounts in diversen sozialen Netzwerken mit keinerlei Kosten verbunden. Allerdings können in Verbindung mit Social Media trotzdem Kosten anfallen, das betrifft die erweiterte Nutzung. Wenn Sie sich für die Schaltung von Anzeigen auf den entsprechenden Plattformen, auf denen Sie ein Unternehmensprofil haben, entscheiden, dann sind diese natürlich kostenpflichtig. Doch im Vergleich zur Anzeigenschaltung in TV oder Print können Sie hier bereits mit wenig Budget einiges erreichen. Das Budget können Sie dabei ganz individuell selbst bestimmen, egal ob 10 Euro, 50 Euro oder auch 200 Euro für eine Werbekampagne.

Darüber hinaus können Ihnen auch Kosten für die Verwendung einiger Tools entstehen, die die Betreuung Ihrer Social Media-Kanäle vereinfachen. Diese Kosten sind optional und fallen natürlich auch nur an, wenn Sie solche Tools verwenden wollen. Insbesondere wenn Sie mehrere Kanäle betreuen müssen und die Postings gerne vorplanen, gibt es entsprechende Tools, die Ihnen diese arbeit erleichtern. Dabei sind Anbieter wie Hootsuite und Buffer nur die gängigsten Beispiele, in denen Sie Ihre Postings verwalten, Entwürfe anlagen und planen sowie Monitoring noch ausführlicher als in den enthaltenen plattformeigenen Statistiken betreiben können. Diese sind in einem monatlichen Abo verfügbar und erleichtern Ihnen natürlich die Arbeit. Wenn Sie darüber hinaus Tools für andere Zwecke verwenden, um einen Redaktionsplan zu erstellen, um Content zu generieren oder zu bearbeiten oder ähnliches, müssen Sie dafür gegebenenfalls auch Kosten mit einplanen.

Günstiger geht es nicht – als mit Social Media!

Insgesamt lässt sich allerdings festhalten, dass Social Media die kostengünstige variante ist, um Ihr Business und Ihre Arbeit zu platzieren. sie haben keinerlei Anmeldegebühren, Sie müssen kein monatliches Abo oder ähnliches abschließen und können trotzdem alle Funktionen nutzen – und darüber hinaus noch von den Business-Vorteilen Ihres Unternehmensprofils profitieren. Insofern ist die Nutzung von Social Media einfach die kostengünstigste und einfachste Möglichkeit, um Ihr Business bekannt zu machen, eine Community aufzubauen und darüber bspw. auch PR zu betreiben.

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