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26. Januar 2018 | Redaktionsteam | merkur-start up

Train the Trainer: Vorstellungsrunde mal anders

Train the Trainer – als Coach, Trainer und Seminarleiter müssen Sie über vielfältige Fähigkeiten und auch über viel fachliches Know-how verfügen. Und natürlich müssen Sie auch stets uptodate bleiben, sich weiterbilden, neue Methoden und aktuelles Fachwissen aneignen. Genau aus diesem Grund gibt es nun mit diesem Beitrag eine erste Beitragsserie auf dem Karriere-Blog zu Skills, Methoden und neuen Ansätzen, um Ihre Coachings, Seminare und Workshops noch besser und interessanter zu gestalten.

Seminarbeginn: Der Einstieg ist das Wichtigste

Sie werden das kennen, jeder Seminarbeginn, jedes Coaching und jeder Workshop ist anders. Die Teilnehmergruppe ist manchmal größer und manchmal kleiner. Je nachdem in welchem Rahmen das Seminar oder Coaching stattfindet und aus welchen Gründen die Teilnehmer sich angemeldet haben, ist auch die Atmosphäre anders. Allerdings sollten Sie direkt von Beginn an für eine gute und inspirierende Stimmung sorgen und damit den Teilnehmern den Einstieg erleichtern. Ein guter Einstieg ins Thema und ins Seminar ist enorm wichtig für den Erfolg des gesamten Seminars.

Kreative Spiele, Vorstellungsrunden und verschiedene Persönlichkeitstypen

Je nach Thema Ihres Workshops und der Teilnehmeranzahl eignen sich ausführliche Vorstellungsrunden und Spiele mehr oder manchmal weniger. Außerdem sollten Sie berücksichtigen, wer sich unter den Teilnehmer befindet, denn gerade introvertierte Menschen halten von kreativen Spielen oder ähnlichem zu Beginn nicht besonders viel. Sie fühlen sich dabei unwohl und würden am liebsten wieder gehen. Daher sollten Sie sensibel vorgehen und nicht zu allzu ausgefallenen Methoden greifen. Jeder, introvertiert sowie extrovertiert, sollte sich direkt von Anfang an in Ihrem Seminar wohlfühlen, denn das ist ein wesentlicher Aspekt zum Erfolg des Seminars.

Natürlich sollten Sie bei der Wahl des Kennenlernspiels auch die Uhr im Auge behalten, denn je nachdem wie lange ihr Workshop überhaupt angesetzt ist, fehlt Ihnen am Ende vielleicht die Zeit, die Sie für ein ausgedehntes Spiel aufgewendet haben. Sie merken, die Vorstellungsrunde sollten Sie nicht unüberlegt wählen. Sie bietet den Teilnehmern den richtigen Einstieg und ist daher wirklich wichtig für Ihr Coaching oder Seminar. Daher überlegen Sie sich vor Beginn gut, wie Sie starten wollen und was sich für Ihren Workshop am besten eignet. Natürlich funktioniert nicht jede Methode für jede Art von Veranstaltungen mit Gruppen. Berücksichtigen Sie neben den verschiedenen Persönlichkeitstypen und der Zeit, die die Vorstellungsrunde einnehmen wird, auch, was Sie damit bezwecken wollen.

Vorstellung mal anders: Verschiedene Methoden

Welche Möglichkeiten Ihnen etwa für einen gelungenen Einstieg in Ihren Workshop zur Verfügung stehen, zeigt Ihnen diese Liste an Kennenlerspielen bzw. -methoden:

Kurze Vorstellung mit Mindestangaben

Wenn Sie wenig Zeit für die Vorstellungsrunde verwenden wollen oder Ihr Workshop generell sehr kompakt ist, ist diese Methode besonders effektiv. Bitten Sie jeden sich mit seinen Mindestangaben vorzustellen, wie wenn die Teilnehmer ein Formular ausfüllen müssten und nur die Felder mit Sternchen beantworten. Darunter fällt der Name, je nach Rahmen des Seminars das Unternehmen und damit war es das schon. So bleibt jeder bei den Pflichtangaben und die Vorstellungsrunde artet (zeitlich) nicht aus. Außerdem fühlen sich so auch introvertierte Teilnehmer nicht in die Ecke gedrängt und genötigt, ihre ganze Lebensgeschichte offen legen zu müssen.

Diese Mindestangaben können Sie je nach Seminar natürlich erweitern. Um die Teilnehmer nicht in einen andauernden Redefluss zu bringen, eignet sich die 2-Sätze-Regel. Im ersten Satz erzählt jeder, wer er ist und zu welchem Unternehmen er gehört bzw. welche Position er einnimmt. Der zweite Satz erläutert den Grund bzw. die Motivation der Teilnahme. Damit stellen sich alle Teilnehmer wirklich kurz und präzise vor. Wenn es wichtig für Ihr Seminar ist, können Sie noch ein zwei Fragen hinzufügen, wie etwa den Grund der Teilnahme oder auch die Erwartungen an Sie und den Workshop. So erfahren Sie gleich mehr über die Teilnehmer und können auch gegebenenfalls den Fokus noch etwas dahin ausrichten.

Kreative Kennenlernspiele für eine kurze Vorstellungsrunde

Die kreativen Spiele, die es so als Kennenlernen gibt, stoßen nicht immer auf Begeisterung bei Teilnehmer, daher sollten Sie diese mit Bedacht auswählen und eben auf die Persönlichkeitstypen unter Ihren Teilnehmern abstimmen. Es gibt allerdings Möglichkeiten, diese Kennenlernspiele als Vorstellungsrunde möglichst kurz und doch spannend zu halten. Beispielsweise können Sie eine Auswahl an Bildern oder Gegenständen mitbringen, von denen sich jeder Teilnehmer eines aussuchen soll. In der Vorstellungsrunde erklärt dann jeder, wer er ist und warum er sich ein bestimmtes Bild oder einen speziellen Gegenstand genommen hat. Die Verbindung ergibt meist spannende Geschichten und die Namen der Teilnehmer lassen sich so verknüpft besser merken.

Auf die gleiche Methode greift die Ü-Ei-Vorstellung zurück, wobei jeder Teilnehmer ein Überraschungsei bekommt und den darin versteckten Gegenstand irgendwie in Beziehung zu seiner Person bringen muss. Auch hierbei kann es zu einer angenehm, lustigen Atmosphäre kommen, da die Miniatur-Spielzeuge faszinierende Talente und Geschichten zum Vorschein bringen.

Ebenfalls eine Art Kennenlernspiel ist das Partnerinterview. Allerdings benötigt diese Runde ein wenig mehr Zeit, denn zuerst bekommt jeder Teilnehmer einen (ihm unbekannten) Partner zugewiesen. Mit diesem hat er einige Minuten Zeit sich zu unterhalten und ihn besser kennenzulernen und ihm Fragen zu stellen. Anschließend stellt jeder Teilnehmer seinen interviewten Partner in der großen Runde vor. Dabei sollten Sie genau Zeitangaben machen und diese auch einhalten, ansonsten ist diese Methode sehr zeitintensiv und findet nur schwerlich ein Ende. Sie können dabei das Interview auch für sich und Ihr Seminar nutzen, indem Sie die Interview-Fragen vorgeben und an einer Tafel bspw. anschreiben.

Kurze Vorstellung mit Tags

Eine weitere Variante die Vrstellungsrunde einmal etwas anders zu gestalten, ist die Tag-Runde. Was ein Tag ist? Ein Tag beschreibt ein Schlüsselwort oder eine Kategorie. Bei der Vorstellung sollen die Teilnehmer neben ihrem Namen und beispielsweise auch dem Social Media Profil, wenn dies zum Workshop oder Coaching passt, sich selbst auch drei Tags zuweisen. Der große Vorteil dieser Vorstellung ist das vereinfachte Matching hinterher, denn so kann jeder schauen, ob ein anderer das gleiche Tag verwendet und mit diesem später aufgrund der Gemeinsamkeit leichter ins Gespräch kommen. Zudem bleibt die Vorstellungsrunde kurz, da Tags an sich ebenfalls kurz sind und aus einem oder höchsten zei Worten bestehen. Diese könnten für Marketers etwa „Online-Marketing“ oder „Social Media“ sein, für Führungskräfte etwa „Verantwortung“, „Head of..“ oder „Teamleiter“ und für Selbstständige oder Kreative beispielsweise „Freelancer“, „Ein-Mann-Agentur“ oder „Kreativbranche“ bzw. genauer definiert als „Grafikdesign“ oder „Webentwicklung“.

Vorbereitung ist wichtig

Mit diesen Tipps und Methoden des Kennenlernens haben Sie nun hoffentlich ein paar neue Ideen gewonnen, wie Sie die nächste Vorstellungsrunde in Ihrem Workshop oder Gruppencoaching gestalten können. Bereiten Sie sich darauf gut vor, denn diese erste Interaktion ist wichtig für die Stimmung im Seminar und den Erfolg dessen. Wie schon erwähnt, planen Sie die Vorstellung zeitlich genau ein und geben Sie diesem einen festen Rahmen. So läuft die Vorstellung am Ende nicht aus dem Ruder und jeder kann sich darauf einlassen.

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