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14. Juni 2018 | Redaktionsteam | merkur-start up

Train the Trainer: Abschlussmethoden für Seminare

Wer Trainer ist oder Seminare, Workshops und Incentives leitet, der bekommt mit der Zeit eine Routine für den Ablauf und die zeitliche Einteilung. Einstieg und Ausstieg in das Seminar haben dabei eine besondere Rolle inne, da sie für den Erfolg des Seminars entscheidend sind. Welche Abschlussmethoden Ihnen als Trainer dabei helfen, die Inhalte und Resultate Ihres Workshops nochmals zusammenzufassen und die Teilnehmer entsprechend in den Alltag wieder zu „verabschieden“, erfahren Sie nun genauer. Wenn Sie mehr zu neuen und kreativen Methoden für den Einstieg lesen möchten und neue Vorstellungsrunden für den Seminarbeginn suchen, finden Sie dazu schon einen Beitrag auf dem Karriere-Blog.

Fokussierter Abschluss mit Resultaten des Seminars

Während es beim Einstieg des Seminars eher um das Kennenlernen und darum geht, dass alle konzentriert bei der Sache sind und das Ziel vor Augen haben, ist der Seminarabschluss zur Reflexion und Zusammenfassung gedacht. Den Abschied können Sie am besten zweiteilig gestalten, um zuerst einmal die Resultate der inhaltlichen Arbeit innerhalb Ihres Seminars festzuhalten und für alle Teilnehmer zusammenzufassen. Im zweiten Teil geht es darum, den Teilnehmer den Ausstieg aus dem Seminar möglichst leicht zu gestalten, sodass das Seminar einen richtigen Schluss findet. Um diesen Abschluss möglichst effektiv und auf den Punkt zu bringen, haben Sie mehrere Möglichkeiten.

Varianten des Seminarabschlusses

Wenn Sie sich als Trainer und Seminarleiter mit dem Ausstieg aus dem Seminar beschäftigen, müssen Sie entscheiden, was Ihnen am Ende am wichtigsten ist. Entweder Sie gestalten den Abschluss so, dass Sie Feedback einholen oder auch geben oder aber Sie konzentrieren sich auf darauf, dass Ihre Teilnehmer mehr reflektieren.

Feedback-/Abschlussrunde

Ganz klassisch ist dieser Seminarabschluss. Bitten Sie alle Teilnehmer am Ende in einen großen Kreis und geben ihnen die Möglichkeit, sich zu äußern. Dabei können Sie die Runde einleiten und eine Richtung vorgeben. Jeder kann so mitteilen, was ihm auf dem Herzen liegt. Jeder kann sich zum Inhalt des Seminars, dem Ablauf, der Gruppe, zu einzelnen Teilnehmern und weiteren Dingen äußern. Und auch Sie als Seminarleiter können die Gelegenheit nutzen, um jedem noch etwas auf den Weg mitzugeben oder einfach ein paar abschließende Wort zum allgemeinen Verlauf und der Arbeit der Gruppe sagen.

Feedback-Plakate

Bei dieser Abschlussmethode bekommt jeder Teilnehmer ein großes Plakat (bspw. vom Flipchart), auf das er oben seinen Namen schreibt und Platz lässt für das Feedback der anderen. Dann werden die Plakate auf Tischen oder dem Boden verteilt und jeder Teilnehmer bekommt die Möglichkeit, bei den anderen einen Kommentar zu hinterlassen, ganz egal ob anonym oder mit Namen. Am besten leiten Sie diese Schlussaufgabe an, indem Sie die Frage in den Raum stellen „Was wollen Sie dem Teilnehmer XY mitgeben/sagen?“. So erhält jeder Teilnehmer Feedback und vielleicht auch wertvolle Ratschläge, die er mit nach Hause nehmen kann.

Zwiegespräch

Eine weitere Möglichkeit, um das Seminar zu beschließen und den Teilnehmern eine Chance für Feedback zu geben, ist das Zwiegespräch. Dafür stellen sie zwei Stühle zusammen und lassen sich die Teilnehmer in Zweiergruppen zum Zwiegespräch dort treffen. Ihre Seminarteilnehmer können sich so in der Privatsphäre des Gesprächs gegenseitig Tipps geben oder ihre Meinung mitteilen. Im Anschluss wechseln die Gesprächspartner, sodass ein neues Zwiegespräch zustande kommt. Die Gespräche sind allerdings keine Pflicht, so finden sich nur Paare, die sich auch etwas sagen möchten und etwas zu sagen haben. Feedback sollten Sie nicht erzwingen, sondern nur eine Plattform dafür geben.

Brief an sich selbst

Diese Abschlussmethode zählt auch zu den Klassikern und dabei steht allerdings weniger das Feedback als vielmehr die Reflexion im Vordergrund. Die Seminarteilnehmer bekommen am Ende Papier und Stift und sollen dann in Ruhe einen Brief an sich selbst in der Zukunft schreiben. Geben Sie dafür eine Anleitung, dass die Teilnehmer an ihr Ich in einigen Monaten schreiben. Es soll hauptsächlich darum gehen, was sie bis dahin umgesetzt haben, wo sie sich dann befinden wollen , was sie aus dem Seminar mitnehmen wollen. Dann wird der Brief mit der jeweiligen Adresse versehen und Sie als Trainer schicken die Briefe dann in einigen Monaten an die Seminarteilnehmer. So bekommt jeder Teilnehmer die Möglichkeit, nach dem Seminar Veränderungen in seinem Leben umzusetzen und dann mit dem Brief eine kleine Erinnerung.

Rucksack und Mülltonne

Natürlich können Sie die Reflexion auch aktiver gestalten und im Seminarzeitraum belassen. Dann ist diese Methode für den Ausstieg eine tolle Möglichkeit. Malen Sie dafür einen Rucksack auf das Flipchart und eine Mülltonne auf ein zweites. Dann soll jeder Teilnehmer mit Post-Its oder Haftnotizen aufschreiben und aufkleben, was er aus dem Seminar mitnimmt und was er gelernt hat (Rucksack) und was er überflüssig findet und was aus dem Seminar er in Zukunft nicht gebrauchen kann (Mülltonne). So ist auch für alle Teilnehmer sichtbar, was gut und schlecht war und was jeder einzelne aus dem Workshop gelernt und erarbeitet hat.

Seminar-„Weg“

Eine tolle Variante, um das ganze Seminar noch einmal Revue passieren zu lassen und damit bei den Seminarteilnehmer zu aktivieren, ist der Seminar-„Weg“. Dabei stellen Sie entweder mit Papier auf dem Boden oder aber an der Wand die einzelnen Bestandteile und Schritte im Workshop nach. So wird jedem der Verlauf noch einmal bewusst. Dabei können Sie die einzelnen Stationen im Schnelldurchlauf nochmals skizzieren oder falls möglich mit Fotos aus dem Kurs greifbar machen. Erklären Sie in wenigen Worten, was passiert ist, so kann jeder Teilnehmer dann für sich den Workshop Revue passieren lassen und erleben, was er eigentlich alles gelernt und erarbeitet hat. Damit ist den Teilnehmern am Ende auch das Ergebnis mehr präsent, wenn Sie aus dem Seminar gehen.

 

Mit diesen Methoden haben Sie nun einige Ausstiege für Ihren Seminarabschluss an der Hand, die Ihnen das Ende erleichtern. Sie können dabei auf die Reflexion eingehen oder aber das ganze auch für Feedback nutzen, sodass auch Sie als Coach und Trainer etwas aus dem Ausstieg mitnehmen können.

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