13. Juni 2019 | Redaktionsteam | merkur-start up

Sommerloch – Auftragsflaute! Was tun in dieser Zeit?

Jeder kennt das, in den Sommermonaten ist in den meisten Branchen und Jobs weniger los, da sich Geschäftspartner und Kunden in den Urlaub verabschieden. Natürlich gibt es Ausnahmen, die gerade abhängig vom Tourismus und den Urlaubern in dieser Zeit natürlich vermehrt zu tun haben. Doch wenn auch Sie im Sommer weniger Aufträge haben oder Kunden sich erst wieder nach der Ferien- und Urlaubszeit sich mit neuen Projekten bei Ihnen melden, dann ist diese Zeit eine gute Möglichkeit, um sich einmal besonderen Aufgaben zu widmen. Was Sie in dieser Phase des Sommerlochs oder generell bei Auftragsflauten als Unternehmer tun können, dafür haben wir ein paar Anregungen für Sie gesammelt und zusammengestellt:

 

Die eigene Positionierung überprüfen

Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, die eigene Ausrichtung nochmals auf den Prüfstand zu nehmen. Es geht dabei vor allem darum, sich als Unternehmer sicher zu sein und gegebenenfalls die eigene Positionierung neu auszurichten. Für Gründer und Unternehmer ergeben sich immer wieder neue Gelegenheiten und Türen, die sich öffnen, sodass man offen sein muss für neue Aufgaben und Aufträge. Und so kann es auch immer wieder zu einer Verschiebung der Tätigkeit und der Schwerpunkte kommen. Wichtig dabei ist, das im Blick zu haben und das auch anzunehmen und das eigene Business dann neu auszurichten. Das bedeutet, dass Sie sich in solchen Zeiten der Auftragsflauten auch nochmals Ihre Zielgruppe und Ihre Aufgabenschwerpunkte vornehmen können und diese neu definieren. Das kann entweder nur eine Bestätigung des bisherigen sein oder aber Sie müssen einige Korrekturen vornehmen. Vielleicht lohnt es sich auch, Ihre Zielgruppe für Ihr Angebot, eventuell auszuweiten oder aber auch enger einzugrenzen, um sich von Wettbewerbern abzusetzen. Genau solche Überlegungen lassen sich gut in weniger stressigen Zeiten vornehmen, um so Ihr Business weiter voranzubringen.

Die Unternehmenswebseite auf Aktualität prüfen und überarbeiten

Diese Aufgabe ist natürlich auch teilweise bedingt durch die vorherige. Denn sollten Sie merken, dass sich Ihre Leistungen als Unternehmer verändert haben, so muss das natürlich auch auf Ihrer Webseite entsprechend geändert werden. Aber ganz unabhängig davon, ob Ihr Business eine andere Richtung eingeschlagen hat, eine Webseite muss immer wieder aktualisiert werden. Wichtig ist dabei, dass Ihre Webseite immer aktuell ist und auch die entsprechenden Informationen bereithält. Daher können Sie in Zeiten, in denen Sie nur wenige Aufträge haben, sich einmal Ihrer Unternehmenswebseite annehmen. Ist Ihre Adresse noch aktuell? Hat sich Ihre Telefonnummer verändert? Haben Sie sich neues Fachwissen angeeignet? Gibt es weitere Referenzen, die für Sie und Ihre Arbeit sprechen? Haben sich in der Zwischenzeit Ihre Preise verändert? All diese Informationen sollten aktuell auf Ihrer Webseite verfügbar sein. Nehmen Sie sich also die Zeit und ergänzen Sie Ihre „Über mich“-Seite, ändern Sie die Kontaktmöglichkeiten und fügen Sie neue Referenzen hinzu. Vielleicht sind auch die verwendeten Bilder nicht mehr die aktuellsten und benötigen ebenfalls eine Erneuerung.

Social Media aktualisieren und strategisch vermehrt bespielen

Gleiches gilt natürlich auch für Ihre Social Media-Kanäle und Ihr Profil in den beruflichen Netzwerken. Am besten Sie halten diese stetig auf dem neuesten Stand. Doch falls Sie das vernachlässigt haben sollten, dann ist die Sommerzeit eine gute Gelegenheit, sich dem nun anzunehmen. Auch hier sind es ähnliche Informationen, die Sie auf Aktualität hin überprüfen sollten. Das betrifft Details wie Kontakt, Telefonnummer, Webseite und Adresse, aber auch Öffnungszeiten oder Verfügbarkeiten. Sollten Sie auf Social Media immer nur sporadisch etwas gepostet haben und so Inhalte mit Ihrer Community geteilt haben, sind Auftragsflauten auch gut für eine neue Strategie. So können Sie sich in ruhigeren Zeiten überlegen, wie Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten vielleicht effizienter gestalten können. Regelmäßiges Posten ist für die Sozialen Netzwerke unerlässlich, daher sollten Sie sich eine Strategie für Ihren Online-Auftritt überlegen. Mit der richtigen Strategie lassen sich neue Inhalte finden, die weniger zeitintensiv in der Produktion sind. Wenn Sie sich außerdem überlegen, wann und was Sie posten wollen, dann können Sie das ganze leichter in den Arbeitsalltag integrieren.

Sich weiterbilden und den Wissenstand erweitern

Wenn Sie all diese Aufgaben bereits erledigt haben oder aber sich lieber fortbilden wollen, ist natürlich eine Weiterbildung oder eine Schulung eine gute Idee. Ist Ihr Fachwissen vielleicht nicht mehr auf dem neuesten Stand oder gibt es einfach neue Entwicklungen, dann können Sie die Sommerzeit für entsprechende Angebote nutzen. Vielleicht wollen Sie aber auch lieber an Konferenzen,  oder Workshops teilnehmen, statt Zeit für eine mehrmonatigen Weiterbildung bspw. einzuplanen. Informieren Sie sich einfach, welche Weiterbildungsangebote es gibt und was für Sie in Frage kommt. Sich neues Wissen anzueignen, ist eine gute Möglichkeit, um ruhigere Zeiten zu füllen und hinterher für Ihre Arbeit davon zu profitieren.

Sich bei Wettbewerben und Preisausschreibungen anmelden und bewerben

Wer als Designer arbeitet oder aber als Gründer oder Startup gibt es zahlreiche Wettbewerbe und Ausschreibungen, die ihren Bewerbungsschluss im Sommer haben. Die freie Zeit können Sie für solche Bewerbungen nutzen, denn ein Wettbewerb bringt Ihnen entweder neues Kapital, Zugang zu einem fantastischen Netzwerk oder einfach die mediale Aufmerksamkeit. In jedem Fall profitieren Sie gewaltig von einer Teilnahme an einem Wettbewerb oder einer Preisausschreibung. Wenn Sie auf er Suche nach entsprechenden Gründerwettbewerben sind, dann finden Sie hier eine gute Übersicht oder Sie informieren sich im Eventkalender über aktuelle Ausschreibungen und Bewerbungsfristen.

Im Ausland arbeiten und gleichzeitig die Welt bereisen

Wenn die Sommerzeit ein wahres Sommerloch beruflich gesehen für Sie bedeutet, dann können Sie natürlich auch über eine Reise ins Ausland nachdenken. Nicht unbedingt für den Urlaub, sondern vielmehr um im Ausland zu arbeiten. Digitale Nomaden reisen ständig und arbeiten währenddessen für Ihr Online-Business. Wieso sollten Sie nicht auch einmal versuchen, ob sich im Ausland ein guter Kundenstamm aufbauen lässt oder ob Sie nicht Arbeit und Vergnügen ganz einfach miteinander verbinden können. Je nach Dienstleistung oder Produkt, das Sie anbieten, können Sie Ihr Business auch einfach vom Ausland weiterführen. Informieren Sie sich jedoch vorher am besten über rechtliche und steuerliche Dinge, sodass Sie alles gut vorbereiten.

Die freie Zeit der Auftragsflaute sinnvoll nutzen

Ganz egal, wofür Sie sich entscheiden oder was sich für Ihren Job mehr anbietet, lassen Sie die ruhigere Zeit nicht ungenutzt. Phasen, in denen nicht so viel los ist, bieten Potential, um sich um lang aufgeschobene Dinge zu kümmern. Oder aber um Neues anzugehen, sei es eine Weiterbildung oder aber einfach eine neue Webseite. Konzentrieren Sie sich allerdings auf eine Aufgabe, nicht dass Ihnen die Sache über den Kopf wächst oder am Ende nicht genügend Zeit bleibt, um das neue „Projekt“ abzuschließen. Planen Sie die Zeit genau ein und überlegen Sie gut, wie viel Zeit sie zusätzlich haben und was Sie in dieser Zeit erreichen können.

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