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5. November 2020 | Redaktionsteam | merkur-start up

Wie sieht die Initiativbewerbung aus?

Die Initiativbewerbung als Sonderform ist immer noch eine gängige Methode, um in den Bewerberpool aufgenommen zu werden, wenn Sie sich für ein bestimmtes Unternehmen interessieren. Was diese Bewerbung von der „normalen Bewerbung“ unterscheidet und wie Sie bei der Initiativbewerbung vorgehen, haben wir für Sie einmal aktuell zusammengetragen:

Die Initiativbewerbung: Wieso sollte ich mich initiativ bewerben?

Die Initiativbewerbung kommt meist für Bewerber auf der Jobsuche ins Spiel, wenn es keine passenden Stellenausschreibungen gibt. Außerdem können Sie sich so bei einem Arbeitgeber bewerben, wenn Sie gerne bei einem bestimmten Unternehmen arbeiten wollen. Der Vorteil einer Bewerbung auf eigene Initiative hin und ohne vorausgegangene Stellenausschreibung ist der, dass Sie dem zuvorkommen und damit Erster sind. Es gibt keine Mitbewerber und damit auch keine Konkurrenz. Wie bereits erwähnt, haben Sie damit zudem die Chance, sich direkt bei Ihrem Wunscharbeitgeber zu bewerben und dort einen Job zu erhalten statt nur bei ähnlichen Unternehmen. Diese Form der Bewerbung ist auch nicht an Ihre Situation gebunden, sie eignet sich für den Wiedereinstieg, den Berufsbeginn oder auch ein Praktikum.

Die Initiativbewerbung: Das gehört dazu

Was ist die Initiativbewerbung also? Sie ist keine Antwort auf eine Stellenanzeige, sondern sie kommt dem zuvor. Daher ist diese Bewerbung auch kein Massenmailing oder eine weitere Bewerbung in der Flut an Bewerbungen. Ein Muss ist das Anschreiben und der Lebenslauf, das sind die wichtigen Unterlagen für Ihre Initiativbewerbung. Zeugnisse und Arbeitsproben sind hier zweitrangig, können Sie aber direkt anfügen, damit die Unterlagen komplett sind.

Recherche für die Initiativbewerbung

Besonders ist die Recherche hervorzuheben, wenn es um die Spontanbewerbung geht. Da Sie keine Stellenausschreibung haben, auf die Sie sich beziehen können, müssen Sie sich eine Referenz schaffen. Dafür müssen Sie das Unternehmen gut kennen, deren Werte und Unternehmenskultur. Darüber hinaus sind Informationen zu möglichen Stellen und Jobpositionen gut, um zu wissen, was Sie mitbringen müssen und worauf Sie sich bewerben können. Sie erstellen sozusagen eine fiktive Ausschreibung, auf die Sie dann Ihr Profil schärfen und sich initiativ bewerben können. Die Recherche schließt zudem den Ansprechpartner mit ein, an den Sie dann Ihre Bewerbung richten. Finden Sie am besten so viel heraus, wie Sie nur können und suchen Sie auch telefonisch den Kontakt, um Informationen zu sammeln und eine erste Verbindung aufzubauen. Folgende Details sollte Ihre Recherche umfassen:

  • Geschäftsfelder des Unternehmens: Was macht das Unternehmen? Welche Produkte/Dienstleistungen gibt es? Wer sind die Kunden, Privatleute oder andere Unternehmen? Wohin wird verkauft?
  • Ansprechpartner im Unternehmen: An wen richtet sich die Initiativbewerbung? Wer ist der Leiter der Fachabteilung?
  • Jobs, die das Unternehmen aktuell ausgeschrieben hat: In welchem Bereich sucht das Unternehmen Verstärkung? Wie ist das Wording – was sagt die Formulierung über das Unternehmen aus? Welcher Fachbereich ist gefragt? Was sind wiederkehrende Skills, die bei allen Ausschreibungen zu finden sind?
  • Medienreport über das Unternehmen: Was berichtet Medien über das Unternehmen? Gibt es aktuelle Berichterstattungen – wenn ja, worüber? Wie wird das Unternehmen von außen wahrgenommen?
  • Gemeinsame Fähigkeiten und Bedürfnisse: Welche Lücken ergeben sich im Unternehmen? Wo ist Bedarf an Fähigkeiten und Erfahrung? Denn diese Lücke können Sie mit Ihren Fähigkeiten füllen und mit Ihrer Initiativbewerbung punkten – achten Sie bei der Formulierung aber darauf, dass Sie nicht als Besserwisser oder Klugscheißer wahrgenommen werden!

Die Initiativbewerbung: So sieht sie aus

Mit dieser Bewerbung überzeugen Sie ganz einfach, indem Sie auf Persönlichkeit und Engagement verweisen und das Interesse am Unternehmen und am Job herausstellen. Damit können Sie punkten, denn es fehlt ja die Referenz zur ausgeschriebenen Stelle. Das Anschreiben sollte in diesem Fall als Motivationsschreiben fungieren und klar herausstellen, warum Sie bei diesem Unternehmen arbeiten wollen und was Sie wollen. Was nun alles in das Anschreiben einer Initiativbewerbung gehört, sind folgende Punkte, die Sie in wenigen Sätzen beschreiben sollten:

  • Einstieg: Mit den ersten Sätze sollten Sie die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen.
  • Motivation: Erklären ganz klar, warum Sie unbedingt bei dem Unternehmen arbeiten wollen, bei dem Sie sich bewerben.
  • Klares Profil: Beschreiben Sie besonders präzise und anschaulich, welche Stärken Sie mitbringen, welche Kompetenzen Sie ins Unternehmen einbringen können und was Ihr Profil und Ihre Persönlichkeit ausmacht.
  • Soft Skills: Stellen Sie Ihre Soft Skills ebenfalls heraus, um deutlich zu machen, was Sie mit ins Team bringen und wie Sie arbeiten.
  • Qualifikationen: Besondere Fähigkeiten und Qualifikationen, die für den Traumjob im Unternehmen wichtig sind, sind hervorzuheben. Dazu gehören etwa Fremdsprachenkenntnisse, Coaching-Zertifikate, Programmierer-Skills etc.
  • Referenzen: Wenn Sie Kunden oder ehemalige Kollegen und Vorgesetzte haben, die Empfehlungen zu Ihnen geben können, dann nennen Sie diese. Solche Referenzen sind besonders stark.
  • Organisatorische Details: Am Ende finden Informationen zu Kündigungsfristen, Diskretionsvermerk und andere Elemente ihren Platz. So sind Verfügbarkeit und notwendige Details übersichtlich angeführt.
  • Abschlussformulierung: Am besten Sie sind zum Schluss des Anschreiben nochmals innovativ und überlegen sich einen Abschluss Ihrer Initiativbewerbung, mit der Sie nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Die Initiativbewerbung: Das gilt es zu beachten

Neben den Inhalten zum Bewerbungsanschreiben und der Vorarbeit, die wir bereits genauer erläutert haben, gibt es darüber hinaus einige Punkte, die zusätzlich zum Tragen kommen. Wir wollen diese noch einmal kurz herausstellen, damit klar wird, was außerdem wichtig für die Initiativbewerbung ist:

  • Formalien: Die formalen Rahmenbedingungen für das Layout sind unbedingt einzuhalten, denn diese gelten für alle Formen der Bewerbung. Auch wenn Sie sich mit Ihrer initiativen Bewerbung abheben können und etwas freier sind, sollten Formalien nicht vernachlässigt werden.
  • Keine Muster und Vorlagen: Gerade bei einer Initiativbewerbung sollten Sie neue Wege gehen und sich nicht auf die Standard-Muster und -Vorlagen verlassen. Damit überzeugen Sie in diesem eher weniger. Vielleicht ist eine Video-Bewerbung eine gute Alternative oder Sie erstellen eine Bewerbungshomepage.
  • Storytelling bzw. Emotionen: Da es kein Anforderungsprofil gibt, dass Sie mit Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten am besten zu 100% erfüllen müssen, überzeugen Sie am besten mit Emotionen und Ihrer Persönlichkeit. Authentizität ist hier wichtig und orientieren Sie sich am Storytelling.
  • Ziele und Werte: Formulieren Sie klar, was das Unternehmen davon hat, Sie einzustellen. Das können konkrete Ziele und Werte sein, die Sie erreichen, wie die Erhöhung der Umsätze, eine positivere Außenwirkung etc. Das hängt natürlich von der gewünschten stelle im Unternehmen ab.
  • Konkrete Formulierungen: Am besten Sie benennen klar und deutlich, was Sie einbringen, auf welcher Position Sie arbeiten wollen und wieso Sie zum Unternehmen und ins Team passen. Motivation und Ihre beruflichen Ziele sind präzise zu formulieren, um so den Leser zu überzeugen und die wichtigen Punkte wirklich klarzustellen.

Originell und authentisch mit der Initiativbewerbung überzeugen

Für die Initiativbewerbung gilt so einiges, wie hoffentlich deutlich geworden ist. Vor allem aber sollten Sie sich von der Masse abheben und vorab gründlich zum Unternehmen recherchieren. Mit dem Anschrieben müssen Sie von Anfang an überzeugen und die Aufmerksamkeit und das Interesse des Lesers wecken, um eine Chance zu erhalten. Dafür können Sie kreativ werden und sich originell bewerben, solange die gängigen Formalien eingehalten werden. Wichtig ist ebenfalls, dass Sie deutlich zeigen, wer Sie sind, was Sie an Skills und Kenntnissen mitbringen und weshalb es sich lohnt, Sie einzuladen und auch einzustellen. Dafür sind konkrete, anschauliche und authentische Beispiele hilfreich, die Sie gut beschreiben und Ihre Vorzüge und Motivation hervorheben. Dann gelingt die Suche zum Traumjob beim Wunschunternehmen!

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