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10. November 2017 | Redaktionsteam | merkur-start up

Business-Knigge: Wie verhalte ich mich vor dem Vorstellungsgespräch?

Die Einladung zum Bewerbungsgespräch ist eingetrudelt und damit ist die erste große Hürde für Sie geschafft. Jetzt geht es daran auch im Gespräch zu überzeugen und einen guten Eindruck zu hinterlassen. Da spielen neben der richtigen Kleidung, der richtigen Wortwahl  und Gesten auch noch andere Faktoren eine wichtige Rolle. Es gibt so einige Benimmregeln für das Vorstellungsgespräch und das fängt schon VOR dem eigentlichen Gespräch an. Wenn Sie dann noch ein eher nervöser Typ sind und mit Lampenfieber zu kämpfen haben, sollten Sie sich entsprechend darauf vorbereiten. Was es dabei alles zu beachten gilt und wie Sie sich vor dem Gespräch entspannen können, finden Sie in diesen Tipps zusammengefasst.

Tipp 1: Wie früh sollte ich da sein?

Zu spät sollten Sie auf gar keinen Fall sein, denn das hinterlässt direkt einen negativen Eindruck und damit ist das Gespräch meist eigentlich schon gelaufen. Planen Sie also entsprechend Zeit für den Fahrtweg und eventuelle Staus oder Bahnverspätungen mit ein, denn in dieser Situation gilt: Lieber zu früh als zu spät! In der Regel sollten Sie am besten etwa 5 – 10 Minuten vor dem Termin erscheinen. Sollten Sie trotz guter Planung die vereinbarte Zeit für das Gespräch nicht einhalten können, informieren Sie Ihren Ansprechpartner frühzeitig und persönlich. Rufen Sie kurz an und erklären Sie Ihre Verspätung ebenfalls kurz, allerdings ist ein überhörter Wecker keine Entschuldigung für Ihre Verspätung.

Wenn Sie allerdings wesentlich zu früh sind, nutzen Sie die Zeit vorab und gehen noch einmal zügig um den Block oder eine kurze Strecke, denn die Bewegung regt den Kreislauf an und sorgt für mehr Sauerstoff. So sind Sie dann im Gespräch konzentrierter und aufnahmefähiger.

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Tipp 2: Wie überbrücke ich die Zeit vor dem Gespräch? Vielleicht mit einem Plausch mit dem Empfangspersonal?

Wenn Sie immer noch ein wenig Zeit vor dem Gespräch haben, nach dem eben vorgeschlagenen kurzen Spaziergang, melden Sie sich beim Empfang an, dort werden Sie mit Sicherheit in die Lounge geführt oder in den „Wartebereich“ gesetzt. Doch wenn Sie dort alleine sitzen, heißt das keinesfalls, dass Sie unbeobachtet sind und die verbleibende Zeit am Smartphone „rumdaddeln“ sollten. Auch ein letzter Blick in die Notizen kann sich eher nachteilig auswirken und als unvorbereitet ausgelegt werden. Daher sehen Sie souverän und vorbereitet aus und konzentrieren Sie sich auf das bevorstehende Gespräch. Wenn Sie unter Lampenfieber und extremer Nervosität leiden, gibt es auch hierfür eine Möglichkeit die kurze Zeit zu nutzen, mehr dazu unter Tipp 5.

Wenn Ihnen Getränke angeboten werden, egal ob vor dem Gespräch oder während des Gesprächs, nehmen Sie das Angebot dankend an. Stilles Wasser eignet sich dafür am besten, denn Sie müssen so nicht während des Bewerbungsgesprächs aufstoßen. Sonderwünsche (wie Sojamilch, Extra Milchschaum etc.) sollten Sie in dem Fall zurückstellen, das macht keinen guten Eindruck. Außerdem sollten Sie Ihr Getränk bis zum Ende des Gespräches austrinken.

Tipp 3: Wen begrüße ich zuerst?

Hier kommt es meist zu einem Fehler, denn viele Bewerber sind unsicher und wollen diese Unsicherheit überspielen, indem sie direkt auf den Personaler und Abteilungsleiter mit ausgestreckter Hand zugehen. Doch für diese Situation gilt immer noch eine alte Regel: Der Ranghöhere reicht zuerst die Hand. Warten Sie also ab und gedulden sich, bis Sie von Ihren Ansprechpartnern begrüßt werden und dann ist ein kräftiger Händedruck wichtig, denn er setzt ein positives Signal. Hierbei gilt weder zu schwach noch zu fest und dabei sollen Sie Ihrem Gegenüber in die Augen sehen.

Freundlich und offen sollte Ihre Haltung und Ausstrahlung natürlich immer von Anfang bis Ende sein und das gilt auch schon, wenn Sie das Firmengelände betreten. Da Sie Mitarbeiter oft nicht vorab kennen, könnten Ihnen hier schon zukünftige Kollegen, Chefs und auch Empfangspersonal entgegen kommen. Grüßen Sie am besten höflich und behandeln Sie alle respektvoll. Es soll schon vorgekommen sein, dass sich Personaler beim Empfang nach dem Benehmen und Auftreten der Bewerber erkundigt haben.

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Tipp 4: Vorbereitung ist die halbe Miete

Gerade wer oft nervös ist und sich in Vorstellungsgesprächen sowie ähnlichen Situationen unsicher fühlt, sollte sich besonders gut vorbereiten. Mit einer guten Vorbereitung überzeugt man nicht nur die Personaler, sondern sorgt auch bei sich selbst für ein Gefühl der Sicherheit. Außerdem hilft die Vorbereitung, damit Sie sich so auf entsprechende Antworten und auch vorab notierte Fragen verlassen können und Ihnen auch das Souveränität gibt sowie Ihrem Gegenüber vermittelt. Nehmen Sie sich für diese Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch genügend Zeit, um sich Antworten auf gängige Fragen zu überlegen, sich über das Unternehmen zu informieren und das Gespräch auch mit Freunden oder der Familie durchzusprechen. Solch ein Rollenspiel kann wirklich helfen, Nervosität abzubauen und sich für unvorhergesehenes zu wappnen.

Tipp 5: Entspannungstechniken gegen Lampenfieber vor dem Vorstellungsgespräch

Wenn Sie vor und während des Bewerbungsgespräches mit starkem Lampenfieber und Nervosität zu kämpfen haben, gibt es durch spezielle Techniken Abhilfe. Viele Bewerber reden oft schnell, da sie nervös sind. Auch ein Schluck Wasser hilft dabei, die Nerven zu bewahren und sich kurz zurückzubesinnen. Während des Gesprächs hilft es schon allein bewusst tief durchzuatmen und sich so auf eine deutliche und vor allem langsame Aussprache zu konzentrieren. Das bewusste Atmen beruhigt die Nerven und nimmt die Anspannung aus Ihrem Körper, daher atmen Sie tief in den Bauch ein. So entspannt sich das Zwerchfell und Sie können freier reden und darüber hinaus auch die Anspannung mit der Ausatmung „rausfließen“ lassen. Dreimal bewusst tief einatmen und Ihr Körper und auch der Geist sind entspannt und weniger nervös.

Eine zweite Technik, die bei Nervosität hilft, ist die Anker-Technik. Damit schaffen Sie sich einen freien Kopf und können sich auf das wesentliche konzentrieren. Der Anker, den Sie sich schaffen und bei dieser Technik verwenden, ist ein emotionaler oder mentaler Zustand. Auf diesen können Sie sich dann vor dem Vorstellungsgespräch mit Hilfe einer Bewegung bzw. einem Auslöser zurückbesinnen und sich so auf eine Situation „ankern“, in der Sie sich souverän und sicher gefühlt haben und kein Gefühl von Nervosität verspürt haben. Das kann beispielsweise eine Situation sein, in der Sie erfolgreich, stolz und selbstbewusst gefühlt waren. Als Auslöser für den Anker kann etwa ein kleiner Kniff in den Unterarm dienen. So lassen sich die Unsicherheit und das Lampenfieber mit einem positiveren Gefühl überlagern. Diese Technik erfordert allerdings Übung und dass Sie sich täglich für einen gewissen Zeitraum auf den Anker konditionieren.

Die dritte Methode ist eine Technik des Dissoziierens, womit sich eine gewisse Distanz zur beunruhigenden Situation des Bewerbungsgespräches schaffen lässt. Damit wird zwar das Lampenfieber nicht weniger, allerdings nehmen Sie es nicht mehr wahr und es schränkt Sie damit auch nicht mehr ein. Jede Situation, die Sie erleben, können Sie auf zwei Arten wahrnehmen: assoziiert und dissoziiert. Bei der assoziierten Variante sind Sie einfach in Ihrem Körper und nehmen die Situation auch von dieser Perspektive aus wahr. Dagegen haben Sie bei der dissoziierten Wahrnehmung, den Blick auf die Situation von außen und damit aus einer gewissen, neutralen Distanz. Es ist wie eine Beobachterhaltung, von der aus Sie die Gefühle, die Sie eventuell haben, nicht mehr wahrnehmen. Diese Haltung sollten Sie allerdings nur kurz einnehmen, um das Lampenfieber auszublenden und dann wieder zur assoziierten Wahrnehmung wechseln, um im Gespräch selbst nicht zu distanziert und kühl auf Ihr Gegenüber zu wirken. Mehr zu diesen drei Techniken können Sie auch in diesem Artikel nachlesen.

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